German Symposium
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German Symposium on Stalking
2005
 

Dr. Rhonda Saunders & Dr. Volkmar von Pechstaedt

Rhonda travels to Kassel, Germany to address law enforcement and political officials regarding stalking laws and enforcement.


"Wir sind Entwicklungsland"

Von Damai D. Dewert

Kassel. Das erste internationale Stalking-Symposium Deutschlands (Englishch für Nachsteigen) findet heute in Kassel statt. Beginn ist um 9 Uhr im Sitzungssaal der Stadtyerordneten im Rathaus. Wir haben mitdem Leiter des Symposiums, dem Dozenten und Kasseler Anwalt Dr. Volkmar von Pechstaedt, und der amerikanischen Expertin und Star-Staatsanwältin Dr. Rhonda Saunders gesprochen.

Frau Saunders, Sie haben solche Prominente wie Steven Spielberg und Madonna vertreten. Ist Stalking nur ein Problem für Stars?

Saunders: Ein klares Nein. Stalking spielt sich in der Familie und im Bekanntenkreis ab. Es ist auch ein Problem der häuslichen Gewalt.

Die Opfer sind also Menschen wie ich?

Saunders: Zu 15 Prozent ja. Aber 85 Prozent der Opfer sind Frauen.

Sie gelten als die Erfinderin des amerikanischen Stalking Gesetzes. Wieso?

Saunders: Esgab bis in die 90er-Jahre keine vernünftgen Rechtsmittel gegen Stalker. Erst wenn es zu Gewaltanwendungen kam, konnten wir gegen die Stalker vorgehen. Ich habe mich in Kalifornien bei den Abgeordneten fur ein neues Gesetz stark gemacht. Ich wurde verlacht, bis die Sekretarin des Gouverneurs von einem Stalker umgebracht wurde. Und jetzt ist es anders?

Saunders: Ja. Dank meines Paragrafen sitzen bei uns Stalker zum Teil bis zu 25 Jahre im Gefangnis.

Herr von Pechstaedt, wie ist die gesetzliche Lage bei uns?

Pechstaedt: Katastrophal. Wir sind nicht nur im Vergleich mit den Vereinigten Staaten ein Entwicklungsland. Auch mit anderen europäischen Ländern.

Was heißt das konkret?

Perchstaedt: Ich habe in den vergangenen sechs Jahren mehr als 1500 Fälle vor Gericht vertreten. Oft wird man noch verlacht. Selbst wenn die Opfer psychische Wracks sind and und in den Gerichtssaal gekrochen kommen.

Und die Strafen?

Pechstaedt: Häufig Geldstrafen und sehr selten Freiheitsstrafen, die aber meistens zur Bewährung ausgesetzt werden.

Was muss in Deutschland geschehen, damit sich etwas ändert?

Perchstaedt: Wir brauchen Stalking-Gesetze, sonst fühlen sich Richter nicht genötigt zu handein.

Ist das eine Forderung, die Sie auf dem Symposium vertreten werden?

Pechstaedt: Ja, aber es werden garantiert kaum oder keine Richter anwesend sein. Das Interesse und die Einsicht sind einfach nicht vorhanden.

Wie viele Menschen sind in Deutschland opfer von Stalkern?

Pechstaedt: Laut Studien 700 000 jährlich, mit einer hohen Dunkelziffer. Gerade in ärmeren Regionen wie Kassel vertrete ich in der Relation viel weniger Stalking-Opfer als beispielsweise in München.

10.11.2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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